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 Tubenmittelohrkatarh mit Ergußbildung (Paukenerguß)

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Astrid
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BeitragThema: Tubenmittelohrkatarh mit Ergußbildung (Paukenerguß)   Do Feb 05, 2009 1:50 pm

Das hinter dem Trommelfell gelegene Mittelohr ist beim Gesunden mit Luft gefüllt. Beim Druckausgleich können Sie die Luft über einen Gang aus dem Nasenrachen in das Mittelohr pressen. Beim Tauchen oder Fliegen "knackt" es im Ohr. Beim Schluckvorgang wird einen Verbindungsgang zwischen dem Rachen und dem Mittelohr (Eustach' sche Röhre) kurz geöffnet und Luft strömt in das Mittelohr. Die Bewegung des Trommelfells hören Sie als Knacken.
Ist der Gang nicht durchgängig, weil er z.B. durch eine Entzündung angeschwollen ist oder bei Kinder große Rachenmandeln ihn verlegen, ist dieser Luftaustausch ungenügend. Als Folge kann sich Flüssigkeit hinter dem Trommelfell sammeln, es entsteht ein "Paukenerguß" (siehe Bild 1).

Bei einer aufsteigenden Infektion aus dem Nasenrachen kann sich eine bakterielle Mittelohrentzündung entwickeln. Bleibt die Selbstheilung nach immer wiederkehrenden Entzündungen aus, so kann daraus eine chronische Mittelohrentzündung mit einer dauerhaften Trommelfelldurchlöcherung entstehen.

Diagnose:

Typisch für den PAUKENERGUSS ist ist die Hörminderung verbunden mit einem Druckgefühl oder Schmerzen.
Kommt es zur AKUTEN MITTELOHRENTZÜNDUNG sind plötzliche, starke Ohrenschmerzen charakteristisch. Häufig perforiert das Trommelfell spontan und die Flüssigkeit hinter dem Trommelfell kann abfließen. Dann lassen die Schmerzen wieder nach.
Mit dem Ohrmikroskop findet man beim PAUKENERGUSS ein Flüssigkeitsspiegel hinter dem Trommelfell.
Bei der AKUTEN MITTELOHRENTZÜNDUNG ist das Trommelfell stark gerötet. Nach einer Spontanperforation ist der Gehörgang oft voller (eitrigem) Sekret.
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Astrid
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BeitragThema: Re: Tubenmittelohrkatarh mit Ergußbildung (Paukenerguß)   Do Feb 05, 2009 1:50 pm

Behandlung:

1. Gabe von abschwellenden Nasentropfen
Damit soll der Verbindungsgang zum Mittelohr abschwellen und wieder Luft hinter das Trommel-fell gelangen.

2. Antibiotikumgabe, bei aufgetretenen Infektionen

3. Operation bei vermehrten Mittelohrentzündungen, oder wenn die Flüssigkeit nicht verschwindet. Der Eingriff wird bei kleineren Kindern meist in Vollnarkose durchgeführt, bei Erwachsenen in einer örtlichen Betäubung.
Zunächst wird der äußere Gehörgang gereinigt und nochmals überprüft, ob sich Flüssigkeit im Mittelohr befindet. Ist dies der Fall, wird ein kleiner Schnitt in das Trommelfell gelegt (Bild 1) und die Flüssigkeit mit einem feinen Sauger abgesaugt. Da bei Kindern in derselben Narkose meist auch die Rachenmandeln mit entfernt werden, heilt die Erkrankung in aller Regel aus.

4. Legen eines Paukenröhrchens
Erst bei Versagen dieser Behandlung erfolgt die Einlage von Gold- Paukenröhrchen (Bild 2). Durch die Röhrchen wird eine Zwangsbelüftung des Mittelohres erreicht. Goldröhrchen haben sich aufgrund der guten Verträglichkeit bewährt. Sie verbleiben für mehrere Wochen bis Monate im Trommelfell und werden meist "abgestoßen".
Wenn ein Paukenröhrchen gelegt wurde, verheilt das Loch meist kurze Zeit nachdem es von selbst herausgefallen ist oder entfernt wurde. In Einzelfällen muß das Loch allerdings durch eine Operation verschlossen werden.

Nachbehandlung:

Erfolgt durch den HNO-oder Kinderarzt.
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