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 Milchstau und Brustentzündung

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Astrid
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BeitragThema: Milchstau und Brustentzündung   So Feb 08, 2009 8:19 pm

Wenn die Brust schmerzt und spannt: Milchstau und Brustentzündung

"Wenn Sie eine empfindliche Stelle, eine Rötung, einen schmerzenden Knoten oder eine Schwellung in der Brust bemerken, handelt es sich wahrscheinlich um einen Milchstau. Bei einer beginnenden Brustentzündung, die sich aus einem Milchstau entwickeln kann, bestehen zusätzlich Fieber und allgemeine Abgeschlagenheit.

Wichtig: Bitte gehen Sie unbedingt zum Arzt, wenn Sie länger als einen Tag Fieber haben oder sich der Milchstau nicht innerhalb 24 Stunden bessert!

Die Behandlung eines Milchstaus sowie einer Brustentzündung erfordert die gleichen Maßnahmen, deshalb sind die folgenden Ratschläge für beide gültig. Beginnen Sie bei Beschwerden so früh wie möglich mit der Behandlung! So lassen sich eine Brustentzündung und die Gabe eines Antibiotikums meist vermeiden.

1. Stillen Sie häufig und beginnen Sie immer mit der betroffenen Brust! Damit halten Sie die Brust leer und die Stauung kann nicht fortschreiten. Je öfter Sie stillen, desto besser. Legen Sie Ihr Kind am besten alle ein bis drei Stunden an oder streichen Sie die Brust zwischen den Stillmahlzeiten mit der Handkante vom Brustansatz Richtung Brustwarze aus. Lassen Sie sich keinesfalls vom Arzt überreden, abzustillen! Ihr Baby nimmt trotz Milchstau keinen Schaden. Lediglich bei einer antibiotischen Behandlung kann es erforderlich sein, die Milch abzupumpen und zu verwerfen, falls das Medikament nicht für Ihr Baby verträglich ist.

2. Damit die Milch leichter fließen kann, helfen ein heißer Waschlappen oder eine warme Dusche vor dem Stillen. Besonders wirksam: Tauchen Sie die Brust 5 bis 10 Minuten in eine Schüssel mit warmem Wasser. Wärme und Schwerkraft sowie eine zusätzliche sanfte Massage in Richtung Brustwarze lassen die Milch besonders gut fließen.

3. Gönnen Sie sich mehr Ruhe! Am besten legen Sie sich für ein bis zwei Tage ins Bett.

4. Verzichten Sie auf einengende Kleidung und lassen Sie den BH vorübergehend weg.

5. Die meisten Frauen empfinden nach dem Stillen kühlende Umschläge als angenehm. Machen Sie z. B. eine Packung mit zimmerwarmem Quark, dem Sie einen Tropfen ätherisches Öl wie Kamille blau oder Schafgarbe beigeben können. Schnell angelegt und sehr wirksam sind Umschläge mit Retterspitz®️ äußerlich (nach Packungsbeilage, 1 zu 1 mit Wasser verdünnt) oder Kohlblätter, die Sie mit einem bequemen Still-BH an Ort und Stelle halten. Schneiden Sie von einem Wirsingblatt die Mittelrippe heraus und rollen Sie es leicht, bevor Sie es in den BH legen. Die Brustwarze soll frei bleiben, deshalb an dieser Stelle das Kohlblatt ausschneiden. Auch ganz schnell: Tiefgefrorene Erbsen in ein dickes Tuch gewickelt auf die schmerzende Stelle legen, so lange Ihnen die Kälte angenehm ist. Wenn Ihnen Wärme angenehmer ist, können Sie einen warmen Kartoffelwickel anlegen.

6. Lesen Sie im nachfolgenden Beitrag, wie Sie Ihr Kind richtig anlegen, damit es die gestaute Stelle möglichst effektiv leer trinken kann. Wechseln Sie bei Besserung öfter die Stillposition."


Quelle: Dr. Andrea Schmelz
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Astrid
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BeitragThema: Vorbeugen mit dem kleinen „Anlege-Berater“   So Feb 08, 2009 8:19 pm

Vorbeugen mit dem kleinen „Anlege-Berater“

"Um wunden Brustwarzen und Milchstau vorzubeugen, ist die richtige Stilltechnik von entscheidender Bedeutung. Wenn Sie zudem zwischen verschiedenen Stillpositionen abwechseln, verlagert sich der Druck von Babys Kiefer auf jeweils andere Bereiche Ihrer Brust.

1. Machen Sie es sich bequem, dann fließt auch die Milch besser. Hilfreich ist oft ein Stillkissen. Viele Mütter sitzen entspannter, wenn sie während des Stillens die Füße auf einen Schemel stellen, sodass die Knie etwas höher kommen.

2. Bringen Sie immer das Baby zur Brust und nicht die Brust zum Baby. Legen Sie Ihr Kind ganz nahe an den Körper und ziehen Sie nicht an Ihrer Brust!

3. Stützen Sie mit der freien Hand Ihre Brust, indem Sie wie ein „C“ um die Brustwarze greifen (Daumen von oben, Finger liegen unter der Brust, Finger liegen 3 bis 4 Zentimeter hinter der Brustwarze).

4. Bringen Sie Ihr Baby so in Position, dass es seinen Kopf nicht verdrehen muss, um die Brustwarze zu nehmen. Berühren Sie mit der Warze ganz sanft seine Unterlippe, bis es seinen Mund von selbst öffnet. Ziehen Sie nun das Baby rasch noch näher an sich heran, sodass es die Brustwarze und einen möglichst großen Teil des Warzenhofes erfassen kann.

5. Wenn Babys Nase von der Brust verdeckt zu sein scheint, drücken Sie bitte nicht die Brust mit den Fingern von Babys Nase weg (dabei könnte die Brustwarze aus Babys Mund rutschen), sondern ziehen Sie Babys Po ganz nahe an Ihren Körper heran, bis es Bauch an Bauch mit Ihnen liegt.

6. Leiden Sie unter einem Milchstau, sollten Sie nach Möglichkeit eine Stillposition wählen, bei der das Kinn Ihres Babys an der Stelle der Rötung/Schwellung zu liegen kommt. Dann kann sein Unterkiefer dort nämlich die stärkste Melkwirkung ausüben, um den Stau zu entleeren. Das bedeutet z. B. bei einer Stauung auf der linken Seite der linken Brust, das Kind so zu legen, dass seine Beine links an Ihrem Körper vorbei nach hinten weisen. Ist die Oberseite der Brust schmerzhaft, können Sie auf dem Rücken liegend stillen, wobei die Beine Ihres Babys über Ihrer Schulter liegen – das geht, auch wenn es sich sehr akrobatisch anhört!

7. Das korrekte Abnehmen des Babys von der Brust schont Ihre Brustwarzen. Beim Stillen bildet sich im Mund Ihres Babys ein Vakuum und wenn Sie nach dem Stillen die Brust quasi „mit Gewalt“ wegziehen, belastet das Ihre Brustwarzen sehr. Lösen Sie das Vakuum, indem Sie mit dem kleinen Finger zwischen Brust und Mundwinkel Ihres Babys fahren. Sobald dadurch Luft in Babys Mund kommt, lässt es los, und Sie können die Brustwarze schonend herausziehen.

Wenn Sie die Hilfe einer ausgebildeten Stillberaterin benötigen, wenden Sie sich an die La Leche Liga Deutschland e.V., Gesellenweg 13, 32427 Minden; Tel. 0571/4 89 46, Fax 0571/40 49 480; Internet www.lalecheliga.de (über diese Seite auch E-Mail-Kontakt möglich)."


Quelle: Dr. Andrea Schmelz
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