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 12 Tipps, wie Sie gutes und sicheres Spielzeug erkennen

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Astrid
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BeitragThema: 12 Tipps, wie Sie gutes und sicheres Spielzeug erkennen   So Feb 08, 2009 8:50 pm

Holzpuzzles gehören zu den pädagogisch wertvollen Spielsachen für Kleinkinder. Was in den ersten Lebensjahren sonst noch sinnvoll ist, können Sie in der demnächst erscheinenden Ausgabe von "Gesundheit & Erziehung für mein Kind" nachlesen. Doch wie finden Sie heraus, ob das Spielzeug für Ihr (Enkel-)Kind auch ungefährlich ist?

Die schlechte Nachricht zuerst: Leider kann man dem Spielzeug eventuell enthaltene Schadstoffe nicht ansehen. Eher können Sie sie noch riechen, aber auch das funktioniert nicht immer. Hier meine 12 Tipps, wie Sie trotzdem unbedenkliches Spielzeug für Ihr Kind erkennen können:

1. Fragen Sie nach, wo das Spielzeug hergestellt wurde bzw. suchen Sie nach einem entsprechenden Hinweis am Produkt oder auf der Verpackung. Wenn Sie keinen Hinweis darauf finden oder man Ihnen nicht darüber Auskunft geben kann, sollten Sie das Spielzeug lieber im Regal liegen lassen. Bevorzugen Sie Spielzeug, das in der europäischen Union (EU) oder am besten sogar in Deutschland hergestellt wurde. Bedenken Sie dabei jedoch, dass auch viele Markenhersteller in Billiglohnländern fertigen lassen, ohne dass Sie dies erkennen könnten. Unter www.toy.de/news/index1761.html finden Sie eine Übersicht, in der diejenigen Spielzeughersteller aufgeführt sind, die zwar in Asien produzieren, aber nur mit nach ICTI-Standard zertifizierten Partnern kooperieren. Damit werden zumindest menschenwürdige Arbeitsbedingungen sowie ein Verbot von Kinderarbeit gewährleistet.

2. Verzichten Sie auf Billigspielzeug. Hier ist die Gefahr, dass Sie gesundheitsschädliche Stoffe enthalten, besonders groß. Kaufen Sie, wenn Sie sparen möchten, lieber gebrauchtes Spielzeug, z. B. auf Flohmärkten und Spielzeugbörsen. Bei Spielsachen, die schon länger in Gebrauch sind, sind Gerüche und gasförmige Schadstoffe meistens schon verdampft. Achtung: Von Uralt-Spielzeug aus den 70er und 80er Jahren sollten Sie besser die Finger lassen. Damals war vieles, was inzwischen in Kinderspielzeug verboten ist, noch erlaubt und zum Teil in erheblichen Mengen enthalten, etwa Weichmacher in PVC-haltigem Spielzeug. Der Gehalt an Lösemitteln und Formaldehyd reduziert sich zwar mit der Zeit (unbedenklich nach 10 bis 15 Jahren), während Weichmacher oder Schwermetalle aus Farben jahrzehntelang erhalten bleiben!

3. Kaufen Sie mit der Nase ein. Wenn ein Spielzeug "chemisch", nach "alten Gummistiefeln" oder aber - zum Überdecken unangenehmer Gerüche – parfümiert riecht (häufig nach Vanille), sollten Sie davon Abstand nehmen. Das gilt sowohl für Plastik- als auch für Holzspielzeug.

4. Nehmen Sie Spielzeug vor dem Kauf immer in die Hand. Überprüfen Sie, ob sich scharfe Ecken und Kanten finden und ob das Spielzeug robust ist. Es dürfen sich keine Knopfaugen oder Schleifen lösen, die eventuell verschluckt werden können, und auch die Nähte von Stofftieren und -puppen sollten sich nicht bei der ersten Benutzung schon lösen.

5. Halten Sie sich das Spielzeug auch einmal ans Ohr. Sprechende Kuscheltiere, Spieluhren, Spiel-Handys oder -Telefone sind oft viel zu laut und können auf Dauer Gehörschäden verursachen. Prüfen Sie am eigenen Ohr, wie laut ein Spielzeug ist, und bedenken Sie, dass Ihr Kind vielleicht stundenlang damit spielt und das Teil ganz begeistert an sein Ohr presst.

6. Informieren Sie sich vor dem Kauf. Sowohl Stiftung Warentest als auch die Zeitschrift ÖKO-TEST (hier ist der Schadstoff- und Umweltaspekt noch stärker berücksichtigt) testen immer wieder Kinderspielzeug. Sie können die Tests auch in Ihrer Verbraucherzentrale einsehen, wenn Sie sich das entsprechende Heft nicht zulegen wollen.

7. Kaufen Sie nur Spielsachen, auf denen die vollständige Herstelleradresse oder die Adresse des Importeurs genannt sind. So wissen Sie, an wen Sie sich im Schadensfall wenden können.

8. Zumindest das "CE-Zeichen" sollte das Spielzeug aufweisen. Fehlt das Zeichen auf Spielzeug oder Verpackung, ist meist etwas faul. Das GS-Zeichen zeichnet Produkte aus, deren Hersteller es freiwillig auf die gesetzlichen Vorgaben untersuchen ließen und diese zumindest einhalten. Besonders hohe Anforderungen müssen Spielzeuge erfüllen, die das "Spiel gut"-Zeichen tragen oder von ÖKO-TEST für gut befunden wurden - sie sind deshalb empfehlenswert.

9. Spielzeug für Babys und Kleinkinder muss ganz besonderen Anforderungen genügen. Nehmen Sie den Hinweis "Nicht für Kinder unter drei Jahren" unbedingt ernst. Bis zu diesem Alter stecken Kinder alles in den Mund. Es dürfen sich keine Teile lösen, die in eine Filmdose passen: Sie könnten zur Erstickung führen. Babyspielzeug aus Kunststoff sollte "PVC- und Phthalat-frei" sowie absolut geruchlos sein.

10. Bevorzugen Sie unlackiertes, gewachstes Holz, z. B. bei Bauklötzen (am besten aus Hartholz) oder Buntstiften. So können Sie schwermetallhaltige Farben oder krebserregende Azofarbstoffe vermeiden.

11. Lackiertes Spielzeug muss speichel- und schweißfest sein. Dies sollte auf dem Produkt vermerkt sein: "speichel- und schweißfest nach DIN 53160". Unbedingt im Laden lassen sollten Sie Produkte, die schon beim In-der-Hand-halten auf die Finger abfärben! Fahren Sie außerdem mit dem angefeuchteten Finger über das Produkt - es sollte auch jetzt keine Farbe am Finger hängen bleiben.

12. Wenn Sie Plastik-Spielwaren kaufen, sollten Sie Hartplastik bevorzugen. Spielzeug aus Hartplastik von namhaften Herstellern (etwa Lego) enthält in der Regel keine problematischen Inhaltsstoffe. Alles was wabbelig weich ist, ist jedoch von vornherein verdächtig: Solches Spielzeug besteht meist aus PVC und enthält damit immer Weichmacher. Achtung: Selbst Hartplastik muss nicht immer unbedenklich sein. Billigprodukte können trotzdem aus PVC bestehen und schwermetallhaltige Stabilisatoren sowie Farbstoffe enthalten! Besonders gefährlich sind Scoubidous, Leuchtstäbe, Automatenspielzeug und Lebensmittelbeilagen.


Quelle: Dr. Andrea Schmelz
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