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 Wenn Ihr Kind sein Antibiotikum nicht einnehmen mag

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Astrid
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BeitragThema: Wenn Ihr Kind sein Antibiotikum nicht einnehmen mag   So Feb 08, 2009 8:21 pm

1. Versuchen Sie Ihrem Kind niemals einzureden, dass der Saft doch lecker sei! Viele der künstlich gesüßten und stark aromatisierten Säfte riechen besser als sie schmecken. Oftmals besteht ein etwas unangenehmer oder leicht bitterer Nachgeschmack. Ihr Kind würde sich nach der ersten Gabe belogen fühlen.

2. Treten Sie ganz entschlossen auf. Behutsame Vorankündigungen und lange Erklärungen, wofür das Antibiotikum gut ist, verunsichern Ihr Kind eher und wecken seinen Widerstand. Sagen Sie lediglich kurz und entschieden: "Ich gebe dir jetzt diesen Saft. Der ist ganz wichtig, damit es dir bald wieder besser geht." Sind Sie hingegen selbst gegen das Antibiotikum und würden es am liebsten gar nicht geben, spürt das Ihr Kind und der Widerstand fällt deshalb oft besonders heftig aus.

3. Stellen Sie das Antibiotikum grundsätzlich in den Kühlschrank. Der Saft schmeckt gekühlt weniger intensiv als bei Zimmertemperatur.

4. Geben Sie das Antibiotikum mit der Spritze/Pipette hinter die Backenzähne. Das löst den Schluckreflex aus und der Saft kommt kaum mit der Zunge in Berührung. Daher wird selbst ein leicht bitterer Geschmack weniger wahrgenommen.

5. Geben Sie Ihrem Kind etwas Süßes (gesüßten Tee oder ausnahmsweise ein Schluck Limonade) zum Nachtrinken oder ein paar Gummibärchen als Belohnung. Der süße Geschmack lässt den oft unangenehmen Geschmack des Antibiotikums schnell in den Hintergrund treten.


Quelle: Dr. Andrea Schmelz
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Astrid
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BeitragThema: Wie Sie Antibiotika richtig verabreichen   So Feb 08, 2009 8:21 pm

1. Viele Antibiotika werden als Trockensäfte hergestellt und müssen vor Gebrauch mit Wasser angemischt werden. Bitte halten Sie sich genau an die Packungsbeilage, damit durch die richtige Dosierung der Behandlungserfolg gewährleistet ist und eine Überdosierung vermieden wird. Wichtig: Diese Trockensäfte müssen Sie unbedingt vor jeder (!) Entnahme von Saft erneut schütteln, nicht nur beim Anmischen!

2. Bewahren Sie das fertig angemischte Antibiotikum im Kühlschrank auf, sofern laut Packungsbeilage nicht ausdrücklich die Lagerung bei Zimmertemperatur erlaubt ist.

3. Hat Ihr Arzt keine andere Dosierung empfohlen, dosieren Sie laut Packungsbeilage entsprechend dem Gewicht Ihres Kindes. Dies ist genauer als die Dosierung nach dem Alter, wobei in der Regel die Angaben jedoch übereinstimmen. Beachten Sie auch, ob das Antibiotikum vor (bedeutet 30 Minuten vorher!), zum oder nach dem Essen eingenommen werden muss.

4. Geben Sie das Antibiotikum nie mit einem normalen Teelöffel, denn diese sind nicht genormt. Verwenden Sie ausschließlich den Messlöffel aus der Packung. Am einfachsten und genauesten ist die Gabe mit einer Pipette oder einer Spritze (natürlich ohne Nadel!) direkt in den Mund. Diese liegen teilweise dem Antibiotikum bereits bei, jedoch können Sie eine Spritze passender Größe auch von Ihrem Kinderarzt erhalten. Fragen Sie Ihren Arzt danach!

5. Antibiotikum bitte nicht unters Essen oder in die Milch geben. Lässt Ihr Kind etwas übrig, stimmt die Dosierung nicht mehr! Und oft wird auch die Aufnahme dadurch beeinträchtigt (siehe 7.).

6. Hat Ihr Kind den Messlöffel mit dem Antibiotikum nicht vollständig geleert und weigert sich, den Rest abzulecken, können Sie diesen in etwas gesüßtem Tee auflösen und als Getränk anbieten.

7. Geben Sie das Antibiotikum am besten mit Wasser oder auch Früchte- oder Kräutertee ein. Milch und Fruchtsäfte (insbesondere Grapefruitsaft, aber auch Orangen- und Apfelsaft!) sind ungeeignet, denn sie können die Aufnahme von Antibiotika, aber auch anderen Medikamenten aus dem Darm stören oder sogar die Verstoffwechslung in der Leber beeinträchtigen.

8. Spuckt Ihr Kind einen Großteil des Antibiotikums wieder aus oder erbricht es innerhalb der ersten Stunde nach der Einnahme, muss die Gabe wiederholt werden. Treten Ausspucken oder Erbrechen häufiger als zweimal auf, wenden Sie sich bitte an den Kinderarzt.

9. Muss Ihr Kind mehrere Medikamente einnehmen, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, ob Sie bestimmte Zeitabstände zwischen den verschiedenen Arzneimitteln einhalten müssen oder sonst etwas zu beachten ist. Antibiotika (z. B. das bei Kindern gängige Erythromycin) und Mittel gegen Allergien, aber auch Theophyllin zur Asthmabehandlung werden von der Leber abgebaut und bei gleichzeitiger Gabe kann es zu Überdosierungserscheinungen kommen. Auch Grapefruitsaft hemmt die abbauenden Leberenzyme und darf während der Behandlungsdauer nicht getrunken werden!

10. Halten Sie die vorgeschriebene Behandlungsdauer von fünf bis sieben, bei Streptokokkeninfekten wie Mandelentzündung (Scharlach) sogar zehn Tagen ein, selbst wenn es Ihrem Kind schon nach wenigen Tagen besser geht. Eine zu geringe Dosierung und/oder zu kurze Behandlungsdauer führen zu Therapieversagern und fördern das Wachstum resistenter Bakterien.


Quelle: Dr. Andrea Schmelz
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