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 So erkennen sie einen Fieberkrampf

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Astrid
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BeitragThema: So erkennen sie einen Fieberkrampf   So Feb 08, 2009 8:28 pm

"Etwa vier Prozent aller Kinder erleiden mindestens einmal in ihrem Leben einen Fieberkrampf, meist im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. Am häufigsten sind die Anfälle um den 18. Lebensmonat. Dem Anfall geht meist ein rascher Fieberanstieg auf über 39 °C voraus.

Anzeichen eines Fieberkrampfes sind:

1. Verdrehen der Augen oder starrer Blick
2. Kind hält den Atem an, Lippen werden blau
3. Kind ist nicht mehr ansprechbar, reagiert nicht, ist kurze Zeit bewusstlos
4. Arme und Beine oder Gesichtsmuskeln können plötzlich anfangen, rhythmisch zu zucken
5. Kind erschlafft nach Krampfende, Hautfarbe normalisiert sich, Bewusstsein kehrt langsam zurück (manche Kinder sind längere Zeit verlangsamt und dösig)"

Quelle: Dr. Andrea Schmelz
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Astrid
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BeitragThema: Sind Fieberkrämpfe gefährlich?   So Feb 08, 2009 8:28 pm

"Fieberkrämpfe dauern meist nicht länger als 30 Sekunden bis drei Minuten. Dabei besteht keine Gefahr für das Gehirn Ihres Kindes! Lediglich bei so genannten komplizierten Fieberkrämpfen, die länger als 15 Minuten andauern, oder wenn mehrere Anfälle hintereinander auftreten, können selten auch Störungen in der Funktion des Gehirns auftreten.

Bei etwa zwei Dritteln der Kinder mit einem Fieberkrampf bleibt dieser ein einmaliges Ereignis. Risikofaktoren für weitere Fieberkrämpfe sind ein Alter unter 12 Monate zu Beginn des ersten Fieberkrampfs, mehrere bereits durchgemachter Fieberkrämpfe, eine niedrige Temperatur zu Beginn des ersten Fieberkrampfs und das frühere Auftreten von Fieberkrämpfen bei Eltern oder Geschwistern.

Bei etwa 40 Prozent der Kinder, die einen Fieberkrampf erleiden, liegt eine familiäre Belastung vor. Hatten Sie beispielsweise als Kind selbst Fieberkrämpfe, so besteht ein Risiko von 10 bis 20 Prozent, dass auch Ihr Kind einen Fieberkrampf bekommen wird.

Unabhängig von der Anzahl der Fieberkrämpfe, die ein Kind erlitten hat, entwickelt sich lediglich in 2 bis 4 Prozent ein echtes Krampfleiden, eine Epilepsie. Eine groß angelegte englische Studie hat 400 Kinder mit Fieberkrämpfen im Alter von zehn Jahren nachuntersucht und fand keine Hinweise für nachteilige Folgen von Fieberkrämpfen auf die späteren schulischen Leistungen, Verhalten oder allgemeine Fähigkeitstests (Mathematik, Intelligenz, Lesen)."


Quelle: Dr. Andrea Schmelz
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Astrid
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BeitragThema: Was tun im Anfall?   So Feb 08, 2009 8:29 pm

"Wenn Ihr Kind einen Fieberkrampf hat:

1. Versuchen Sie ruhig zu bleiben und sehen Sie auf die Uhr, damit Sie bestimmen können, wie lange der Anfall dauert

2. Schützen Sie Ihr Kind vor Verletzungen: Halten Sie krampfende Gliedmaßen nicht fest. Legen Sie es in Seitenlage ins Bett (aufpassen, dass es nicht heraus fällt!) oder mit einem Kissen auf den Teppich.

3. Rufen Sie den Notarzt, wenn Ihr Kind länger als 2 bis 3 Minuten krampft, an diesem Tag wiederholt krampft oder nicht mehr atmet.
Falls Ihr Kind früher schon einmal einen Fieberkrampf hatte und Sie vom Arzt ein Medikament für den Bedarfsfall (Diazepam Rektiole = Flüssigkeit in einer kleinen Tube, die in den After eingeführt und dort zusammengedrückt wird) bekommen haben, wenden Sie dieses zuerst an und rufen nur dann den Notarzt, falls Ihr Kind nicht atmet oder der Krampf dadurch nicht innerhalb 3 Minuten aufhört.

4. War es nur ein kurzer Krampfanfall, der innerhalb 3 Minuten von selbst aufhörte, legen Sie ihr Kind danach seitlich und senken Sie das Fieber durch Fieberzäpfchen und/oder Wadenwickel.

5. Wichtig: Verständigen Sie in jedem Fall den Kinderarzt oder die nächste Kinderklinik, sofern es sich um den ersten Fieberkrampf Ihres Kindes gehandelt hat!"


Quelle: Dr. Andrea Schmelz
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BeitragThema: Kann man vorbeugen?   So Feb 08, 2009 8:29 pm

"Ist Ihr Kind krank, sollten Sie häufig Fieber messen und bei einer Temperatur über 38,5 °C ein Fieberzäpfchen (mit Paracetamol oder Ibuprofen als Wirkstoff) geben. Decken Sie Ihr Kind nur leicht zu und ziehen Sie es nicht zu warm an. Machen Sie ggf. zusätzlich Wadenwickel.
Achten Sie bei Ihrem Kind sehr darauf, dass es bei Fieber genug trinkt. Eltern berichten oft, dass ihr Kind gerade vor dem Fieberkrampf besonders schlecht getrunken hat!"


Quelle: Dr. Andrea Schmelz
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