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 Thema Masern

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Astrid
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BeitragThema: Thema Masern   So Feb 08, 2009 7:55 pm

Was sind Masern?

Masern ist eine hoch ansteckende, akute Virusinfektion mit einer Erkrankung der oberen Luftwege und typischen Hautveränderungen. Masern gehören zu den am leichtesten übertragbaren Krankheiten, ähnlich wie Windpocken. Vor der Einführung der Schutzimpfung kam es alle zwei bis drei Jahre zu Masernepidemien. Viele der bis zu zehnjährigen Kinder hatten im Laufe ihres Lebens bereits eine Maserninfektion.

Eine Masernerkrankung führt zu lebenslanger Immunität. Auch ein Säugling, dessen Mutter Masern hatte, erwirbt über den Mutterkuchen eine Immunität, die allerdings nur das erste Lebensjahr hindurch anhält.

Immer wieder kommt es zu lokalen Masernepidemien, da nicht genügend Kinder geimpft werden. In der ersten Hälfte des Jahres 2005 gab es nach Angaben des Robert-Koch-Institutes 623 Infektionsfälle. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren nur 69 Fälle gezählt worden.

Weltweit sterben über eine Million Kinder jährlich an Masern, insbesondere in armen Ländern.

Wie entsteht die Krankheit?

Masern verbreiten sich durch Tröpfchen aus Nase, Hals und Mund oder durch Keime in der Luft. Eine indirekte Verbreitung durch nicht infizierte Personen oder Gegenstände ist selten. Das ansteckende Stadium beginnt zwei bis vier Tage vor Erscheinen des Hautausschlages und hält so lange an, bis der Ausschlag verschwunden ist. Patienten, die nach dem Ausschlag eine leichte Abschuppung der Haut aufweisen, sind nicht mehr ansteckend.

Welche Beschwerden verspürt man bei Masern?

Die Inkubationszeit beträgt zwischen sieben und 14 Tagen. Erwachsene erkranken meist schwerer als Kinder. Auch kommt es im Erwachsenenalter häufiger zu Komplikationen. Der Krankheitsverlauf vollzieht sich sehr typisch:

Vorläuferstadium (Dauer drei bis fünf Tage)

Dieses Stadium ist durch folgende Symptome gekennzeichnet:

Fieber, Husten Schnupfen, Bronchitis, Augenbindehautentzündung
Verquollenes Aussehen, Lichtüberempfindlichkeit

An der Mundschleimhaut im Wangenbereich der hinteren Backenzähne entstehen Flecken, die kleinen, weißen Sandkörnchen ähneln. Diese sind rot umrandet und bilden sich nach zwei bis drei Tagen zurück.

Stadium des Hautausschlages (Dauer etwa drei Tage)

Der Hautausschlag ist durch folgende Symptome gekennzeichnet:

Der typische Hautausschlag beginnt vor und unter den Ohren sowie an der Halsseite mit unregelmäßigen Flecken, die bald verschmelzen und am ganzen Körper auftreten. Gleichzeitig verblassen sie im Gesicht.

Im Zentrum der Flecken befinden sich oft hirsekorngroße, mit klarem Inhalt gefüllte Bläschen.
Kleinere Hautblutungen können auftreten.
Erneuter Fieberanstieg auf 39 bis 40 Grad Celsius

Erholungsstadium

Dieses Stadium ist durch folgende Symptome gekennzeichnet:

Allmähliche Wiedergewinnung der Abwehrkräfte des Körpers mit anfänglicher Anfälligkeit gegenüber anderen Erkrankungen

Nach Abklingen des Hautausschlages Abschuppung der Haut, jedoch nicht an Händen und Füßen

Bei jungen Erwachsenen kommt es am häufigsten zu einem untypischen (atypischen) Masernsyndrom, das meist im Zusammenhang mit einer vorangegangenen Impfung steht, die abgetötete Viren enthält. Der Impfstoff kann aber auch falsch gelagert gewesen sein. Das atypische Masernsyndrom beginnt abrupt mit hohem Fieber, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Husten. Der Hautausschlag kann ein bis zwei Tage später auftreten und an den Armen und Beinen beginnen. Geschwollene Hände und Füße (Ödeme) sind nicht selten. Außerdem kann der Patient zusätzlich an einer Lungenentzündung erkranken.

Welche Untersuchungen führen zur Diagnose?

Virusnachweis durch Blut- und Urinuntersuchungen
Wenn die Masern noch zusätzlich eine Gehirnentzündung (Enzephalitis) auslösen, erfolgt der Virusnachweis in der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Lumbalpunktion).

Welche therapeutischen Möglichkeiten werden angewandt?

Die Therapie wird symptomatisch durchgeführt, beispielsweise erhält der Patient fiebersenkende Mittel.

Die Erkrankten werden isoliert, bis der Hautausschlag verschwunden ist.

Komplikationen erfordern in der Regel eine antibiotische Therapie.

Welche Komplikationen können auftreten?

Mittelohrentzündung
Lungenentzündung
Herz-Kreislauf-Schwäche
Entzündung des Gehirns (Enzephalitits): Mitunter können als Folgeschäden Lähmungen und Sprachstörungen zurückbleiben.

Selten kommt es Monate bis Jahre nach der Masernerkrankung zum Befall des Hirngewebes mit dem Masernvirus, der zu geistigem Verfall, Krampfleiden und Lähmungen bis hin zum Tode führen kann.

Wie können Sie den Masern vorbeugen?

Mit einer Schutzimpfung gegen Masern. Sie besteht aus einem Lebendimpfstoff.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie in Ihrer Kindheit eine Masernerkrankung durchgemacht haben, gibt ein Bluttest beim Hausarzt Sicherheit.

Nach einer Ansteckung mit Masern kann innerhalb der ersten drei Tage eine Impfung durchgeführt werden. Die Krankheit verläuft dann milder.

Quelle: Robert Koch Institut
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